Bei normalem Druck (760 mm der Quecksilbersäule) behält reines Wasser zwischen 0 und 100 °C seinen flüssigen Zustand bei; bei 0 °C wird es fest, bei 100 °C verdampft es.
Für eine wirksame und effiziente Temperaturregelung und die Vermeidung von Kalkablagerungen besteht die Notwendigkeit, das Wasser auch bei hohen Temperaturen (siehe Abbildung oben) in flüssigem Zustand zu erhalten.
Das Ausflocken von Kalziumkarbonat und Magnesiumkarbonat (die Hauptbestandteile der gewöhnlich als KALK bezeichneten Verkrustungen) steht in direktem Verhältnis zur Temperaturerhöhung und ist bei der Verdampfung maximal.
Die mit überhitztem Wasser funktionierenden Temperaturreglergeräte müssen demnach mit besonders zuverlässigen Vorrichtungen ausgestattet sein, die eine mindeste Druckbeaufschlagung in Relation zur maximal erreichbaren Temperatur gewährleisten.
Zu den für die Temperaturregelung wichtigsten physikalischen und chemischen Eigenschaften des Wassers zählen demnach:
• höchste spezifische Wärme unter den gewöhnlichen Stoffen (1 kcal/kg/°C), bei unterschiedlichen Temperaturen gleichbleibend;
• Koeffizient für Wärmeübertragung durch Konvektion ungefähr doppelt so hoch als bei öligen Flüssigkeiten;
• besserer Koeffizient für Wärmeübertragung durch Wärmeleitung als bei öligen Medien;
• konstante Wärmeübertragungsmerkmale innerhalb einer großen Temperaturspanne (im Gegensatz zu öligen Flüssigkeiten, die bei einer Temperaturerhöhung auch einen Anstieg der spezifischen Wärme und eine Verringerung der Wärmeleitfähigkeit aufweisen);
• keine Entzündlichkeit;
• Wirtschaftlichkeit: das verwendete Wasser muss keine besonderen chemischen Merkmale besitzen, außer einer Gesamthärte zwischen 10 und 20 °F (mittlere Härte).
Es besteht demnach die Möglichkeit, das Wasser nach entsprechender Filterung aus Kühltürmen, Brunnen oder geschlossenen Kühlkreisen zu verwenden.
UMWÄLZUNG DES WÄRMELEITMEDIUMS
ELEKTRONISCHE TEMPERATURREGELUNGSSYSTEME
TEMPERATURREGLER CLIMAT SERIE PF - ZH STANDARD