Bei dieser Art von Temperaturregelung wird die Gießform durch Zirkulation von diathermischem Öl in den Klimakanälen auf die gewünschte Temperatur gebracht.
Dabei ist zwischen Mineralölen, die aus der Destillation von Rohöl erzeugt werden, und synthetischen Flüssigkeiten zu unterscheiden, die beide zum Großteil aus Kohlenwasserstoffen bestehen. Synthetische Medien haben jedoch eine höhere Alterungsbeständigkeit.
Die Zersetzung der Flüssigkeit führt im Allgemeinen zur Bildung von flüchtigen Stoffen, „low boilers“ genannt, sowie von Polymeren mit hoher Viskosität - so genannte „high boilers“: Die erstgenannten Stoffe müssen regelmäßig aus dem System entfernt werden, um einen Hohlsog in der Pumpe, Dampfverstopfungen oder mechanische Schäden zu vermeiden, während die zweitgenannten Stoffe nur in synthetischen Flüssigkeiten bis zu einer gewissen Menge (10-15 %) löslich sind.
Die synthetische diathermische Flüssigkeit hat außerdem den Vorteil, einen hohen Siedepunkt zu besitzen, der demnach die Vorwärmung der Gießform bis zu 300 °C ermöglicht.
Nachteilig hingegen sind die abfallende thermische Leitfähigkeit (W/m*°K) und die Erhöhung der spezifischen Wärme (kcal/kg*°K) bei ansteigender Temperatur, was die Wärmeübertragung beeinträchtigt.
UMWÄLZUNG DES WÄRMELEITMEDIUMS
TEMPERATURREGLER CLIMAT Serie PF-Z